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Österreich Plus

Österreich Plus

Die Sicherheitslage in Europa hat sich grundlegend verändert. Der Krieg in der Ukraine, hybride Bedrohungen und neue geopolitische Spannungen fordern auch Österreich. Mit dem Aufbauplan ÖBH2032+ reagiert die Republik auf diese Entwicklung.

Ein zentraler Baustein ist die Weiterentwicklung des Wehrdienstes. Die eingesetzte Wehrdienstkommission hat dafür verschiedene Modelle geprüft und empfiehlt nach Abwägung aller Vor- und Nachteile das Modell „Österreich PLUS“ (8+2).


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Österreich PLUS 8+2

Die Wehrdienstkommission empfiehlt
8 MONATE GRUNDWEHRDIENST
PLUS 60 TAGE MILIZÜBUNGEN

Das Modell sieht einen achtmonatigen Grundwehrdienst mit integrierter Truppenausbildung vor. Danach folgen 60 Tage verpflichtende Milizübungen. Der Wehrersatzdienst (Zivildienst) soll mindestens zwölf Monate dauern.

Ziel ist es, die personelle Einsatzbereitschaft des mobilgemachten Bundesheeres nachhaltig sicherzustellen. Das Modell gilt als die effektivste Möglichkeit, den qualitativen und quantitativen Personalbedarf zu decken und die militärische Reaktionsfähigkeit rasch wiederherzustellen. Zugleich hat die Kommission die Auswirkungen auf Wirtschaft und Budget berücksichtigt. Auch hier schneidet „Österreich PLUS“ im Vergleich der geprüften Varianten am günstigsten ab.

Österreich PLUS

Schweizer Modell

Stufenmodell

Wehrersatzdienst (Zivildienst) – bei allen drei Modellen

Die weltweite Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Österreich steht – wie viele andere Staaten – vor der klaren Aufgabe, die daraus notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Wir sind angesichts der geopolitischen Lage bereit, notwendige Veränderungen vorzunehmen. Wer Frieden, Freiheit, unsere Neutralität und die Bevölkerung schützen will, muss auch den Mut haben, die dafür notwendigen Maßnahmen umzusetzen!

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner

Die Wehrdienstkommission ist sich bewusst, dass Veränderungen im Wehrsystem gerade für junge Menschen und die Wirtschaft eine Herausforderung darstellen und hat dies in ihre Überlegungen sorgfältig einbezogen.

Ohne Anpassung der Dauer des Wehrdienstes und ohne verpflichtende Milizübungen kann das Milizsystem nicht aufrechterhalten werden und ist die Stärkung der Verteidigungsbereitschaft Österreichs de facto nicht erreichbar.

Jahrzehntelang hat die Politik mit einer Verkürzung des Wehrdienstes um junge Wähler geworben. Begonnen hat damit Bruno Kreisky. Die Zeiten haben sich aber geändert …

Peter Hajek, Politexperte und Meinungsforscher

Ein Staat, der über das Heer abstimmen lässt, stimmt über seine eigene Existenz ab. Und was gerne übersehen wird: Neutralität schützt uns nicht – sie verpflichtet uns nur zur Wehrhaftigkeit.

Christian Rainer, Publizist und Medienmanager

Richtig und wichtig … auf die geänderten geopolitischen Herausforderungen zu reagieren und sowohl die militärische als auch die zivile Landesverteidigung zu stärken.

Christian Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes

FAQs


Die Kommission empfiehlt das Modell „Österreich PLUS“ (8+2) zur Weiterentwicklung des Wehrdienstes. Dieses Modell sieht vor:

     

  • Grundwehrdienst von 8 Monaten
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  • 2 Monate Milizübungen zur Erweiterung und Auffrischung der militärischen Fähigkeiten nach dem Grundwehrdienst
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Zudem soll der Wehrersatzdienst (Zivildienst) auf mindestens 12 Monate verlängert und stärker auf die Aufgaben der zivilen Landesverteidigung ausgerichtet werden.

Die Wehrdienstkommission kommt zu dem Ergebnis, dass eine Erhöhung der Gesamtdauer von Grundwehrdienst und Milizübungen notwendig ist, um die personelle Einsatzbereitschaft des Bundesheeres sicherzustellen. Alle geprüften Varianten enthalten verpflichtende Milizübungen nach dem Grundwehrdienst.

Die Kommission bestand aus 23 Mitgliedern (10 stimmberechtigt, 13 nicht stimmberechtigt), die ehrenamtlich tätig waren. Sie kamen aus verschiedenen Organisationen und Institutionen des öffentlichen Lebens.

 

     

  • Tauglichkeit der Stellungspflichtigen
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  • Bevölkerungsentwicklung
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  • Ausbildungsdauer der Rekruten
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  • Entwicklung der Miliz
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  • Wechselwirkungen mit dem Wehrersatzdienst
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Insgesamt fanden 13 Kommissionssitzungen statt. Zusätzlich arbeiteten Subarbeitsgruppen zu Themen wie Umfassende Landesverteidigung, Wehrersatzdienst, Anreizsysteme, volkswirtschaftliche Auswirkungen und Kommunikation. Die Kommission arbeitete weisungsfrei, ihre Mitglieder waren zur besonderen Verschwiegenheit verpflichtet.

Das Ergebnis dieser intensiven Beratungen sind 49 Empfehlungen, 41 Vorschläge zu begleitenden Anreizsystemen und drei Modelle zur künftigen Ausgestaltung des Wehrdienstes. Nach umfassender Prüfung fiel die mehrheitliche Empfehlung auf das Modell „Österreich PLUS“.

Der Bericht benennt, dass neben „Österreich PLUS“ weitere Modelle mit verpflichtenden Milizübungen geprüft wurden. Alle Varianten sehen nach dem Grundwehrdienst Milizübungen vor, unterscheiden sich aber in Dauer und Ausprägung. Das empfohlene Modell „Österreich PLUS“ gilt als die beste Wahl unter den geprüften.

Die Kommission schlägt vor, dass der Zivildienst (Wehrersatzdienst) – derzeit eine Alternative zum Wehrdienst – länger wird und mindestens 12 Monate dauert. Dabei soll er stärker auf Aufgaben der zivilen Landesverteidigung ausgerichtet werden.

Mehr Ausbildung. Mehr Übung. Mehr Bereitschaft.

EINSATZBEREIT FÜR ÖSTERREICH.